* Reale Schauplätze*


//Tote in Schule von Beslan//

03.09.2004 ·  Das Geiseldrama im Nordkaukasus hat ein gewaltsames Ende gefunden.

Nach mehr als 50 Stunden haben russische Spezialeinheiten das Geiseldrama in der Kaukasusrepublik Nordossetien am Freitag mit Waffengewalt beendet. Dutzende Menschen, darunter mindestens fünf Geiselnehmer, sollen getötet worden sein, mindestens weitere 400 verletzt.

Wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete, sollen einige von ihnen durch den Einsturz des Daches der Turnhalle, in der sie festegehalten wurden, getötetet oder verletzt worden sein. Die Spezialkräfte begannen den Sturm auf die Schule in Beslan, nachdem mindesten 30 Geiseln überraschend flüchteten und die Geiselnehmer ihnen nachschossen, wie der örtliche Krisenstab berichtete. In dem allgemeinen Chaos gelang auch einigen Geiselnehmern die Flucht. Eine Gruppe verschanzte sich in einem Gebäude neben der Schule und setzte die Gefechte mit Sicherheitskräften fort.

03.09.2004 FAZ-Dutzende Tote in Schule von Beslan

 

//Kola-Halbinsel//

Liegt mitten in der menschenleeren Weite der russischen Kola-Halbinsel, etwa 150 Kilometer nordwestlich von Murmansk.

1970 startete die UdSSR im hohen Norden Russlands auf der nur dünn besiedelten Kola-Halbinsel den Versuch, das tiefste Loch der Welt zu bohren. Mit dem aufwendigen Forschungsprojekt wollten die Sowjets die bis dahin tiefste Bohrung der Welt durch amerikanische Forscher übertrumpfen.

Die Hölle angebohrt?

Doch wie der sowjetische Wissenschaftler Dr. Dimitri Azzacove berichtete, habe man in neun Kilometer Tiefe einen Hohlraum erreicht. Der Bohrkopf drehte, ohne auf den Widerstand des Bodens zu stoßen, ins Leere. Zu Forschungszwecken ließen die Wissenschaftler ein Mikrofon in die mutmaßliche Höhle.

Mit Entsetzen mussten sie jedoch feststellen, dass über das Mikrofon das Geschrei menschlicher Stimmen zu hören war. Zunächst dachten sie an eine Störung des Tonbandgerätes. Doch dann nahmen sie das Geschrei unzähliger Stimmen wahr. Später stieg dann eine giftige Gaswolke aus dem Bohrloch auf.

Wir sind davon überzeugt, dass wir die Decke der Hölle durchbohrt haben. Wir hörten Menschen, die vor Schmerz heulten, die Stimmen von Millionen."

1992 wurden die Bohrarbeiten daraufhin offiziell eingestellt. Die norwegischen Wissenschaftler wurden gebeten, über die ungeklärten Vorgänge Stillschweigen zu bewahren.

26.04.2011 Spiegel Online-Hoppla, wir haben die Hölle angebohrt!

 

//Katastrophe in Louisiana am Lake Peigneur //

Am 20. November öffnete sich am Lake Peigneur, am Boden eines 500-Hektar-Gewässers in Louisiana ein gigantischer Abgrund, der sogar einen Fluss rückwärts fließen ließ. Schuld war ein simpler Rechenfehler. Nach einer missglückten Erdölbohrung tat sich am Grunde des Sees ein Abgrund auf, der das gesamte Gewässer in einen riesigen, alles verschlingenden Wasserwirbel verwandelte.

In den frühen Morgenstunden hatte es auf der Bohrplattform einen sonderbaren Zwischenfall gegeben: Der 35 Zentimeter dicke Bohrkopf, mit dem ein von Texaco angeheuertes Unternehmen, im Boden unter dem See nach Erdölvorkommen suchte, blieb plötzlich stecken. Die fünf Arbeiter der Nachtschicht versuchten mit allen Mitteln, den Bohrer freizubekommen. Sie hörten mehrmals seltsame Geräusche aus dem See, die wie ein dumpfer Knall klangen. Doch nichts bewegte sich mehr - bis um halb sieben. Da begann der ganze Turm, sich langsam zur Seite zu neigen. In Panik sprangen die Arbeiter in ihre Rettungsboote und brachten sich ans sichere Ufer. Von dort aus sahen sie fassungslos mit an, wie ihr 45 Meter hoher Turm im See versank. Einem See, der eigentlich nur 3 Meter tief war.

Die 55 Arbeiter der "Diamond Crystal"-Mine, die an jenem Tag in den bis zu 450 Meter tiefen Stollen des Salzbergwerks arbeiteten hörten ein Gurgeln, ein fernes Rauschen. Erst dann bemerkte man, dass sich allmählich Wasser um ihre Füße zu sammeln begann. Das Plätschern, stammte von dem Wasser des Lake Peigneur, das an der Stelle in die Mine eindrang, an der der Texaco-Bohrturm versehentlich einen Minenschacht angebohrt hatte.

19.11.2010 Spiegel Online-Das Schwarze Loch im Lake Peigneur

 

//Katskhi-Felsenkirche//

Auf der Spitze einer 40 Meter hohen Felsensäule in Zentral-Georgien steht eine winzige Kirche. Rauf kommt man nur per Leiter – wenn der einzige Bewohner seine Erlaubnis dazu erteilt.

Es war vermutlich im 7. Jahrhundert nach Christus, als Mönche auf dem schmalen Kalkstein-Monolithen nahe der georgischen Stadt Chiatura eine kleine Kirche errichteten. Die Mönche folgten damit der Tradition der sogenannten Styliten – Heilige, die auf Säulen lebten, um den Verführungen der Welt zu entgehen.

1993 erhielt der Katskhi-Felsen erstmals wieder einen Bewohner: Einen orthodoxe Mönch entschied sich ein Leben nach dem Vorbild der Säulenheiligen zu führen und zog in 40 Meter Höhe.

28.10.2016 Travelbook-In dieser Kirche ist man dem Himmel ganz nah

 

//Tunguska//

In der Nacht von 30. Juni auf 1. Juli 1908, wurde im zentralsibirischen Plateau kurz nach 7:15 Uhr Ortszeit die Erde von einem Kometen getroffen, der über der Erdoberfläche in der Atmosphäre explodierte.

Die Erde bebte und ein unglaublich lang andauerndes Dröhnen war zu hören. Alles rundherum war in Rauch und Nebel gehüllt von brennenden und gefallenen Bäumen. Nach einiger Zeit ließ der Lärm und Wind nach, aber der Wald brannte weiter.

30.06.2008 Soft Fokus-Tunguska, Psychopathie, und das sechste Aussterben

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Autor Dieter Krause
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